Walpurgisnacht 2016

Die Walpurgisnacht ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest am 30. April jeden Jahres. Der Name stammt von der heiligen Walburga und deren Feiertag aus dem Mittelalter ab. Heutzutage gibt es Bräuche und Traditionen, die um diese Tage herum stattfinden, so wie zum Beispiel die Maifeuer am 30. April und das Maibaumaufstellen am 1. Mai.

Geschichte der Walpurgisnacht

Altstadt, Blick über Goslar © GOSLAR Marketing

Der Name „Walpurgisnacht“ stammt von der heiligen Äbtissin Walburga ab, die im 8. Jahrhundert in England lebte. Im Mittelalter war der Gedenktag für die heilige Walburga am 1. Mai, ihrem Todestag. Die Tage davor wurden als Walpurgistage bezeichnet und dienten der Abwehr von Hexen mit Bräuchen. Die Hexen feierten laut Literatur aus dem 15. und 16. Jahrhundert große Feste in der Nacht. Die Kirche verbreitet das Gerücht, dass in dieser Nacht die Hexen zum Blocksberg flogen und auf die Ankunft des Teufels warteten. Der „Blocksberg“ ist der höchste Berg im Harz, also der Brocken. Aber auch auf anderen Bergen feierten die Hexen Feste. Der Name „Walpurgisnacht“ wurde durch Goethes Faust Teil I ab 1808 popularisiert. Unsere Vorfahren versammelten sich am Abend des 30. Aprils und begrüßten mit einem großen Feuer den Frühling. Heute ist die Walpurgisnacht besser bekannt als „Tanz in den Mai“, da die Gelegenheit zu Tanz und Musik auch im privaten und kommerziellen Bereich angekommen ist.

Traditionen und Bräuche

Es gibt viele Traditionen und Bräuche, die einen vor Hexen schützen sollen. Zum einen soll das Läuten mit gesegneten Glocken vor Hexen beschützen. Salz, Baldrian und Dostzweige sollten Mensch und Vieh vor den bösen Zaubern der Hexen behüten. Zum andern galten ein Besen mit dem Reisig nach oben oder gekreuzte Besen vor der Haustür als sichere Abwehr gegen Hexen. Um Versammlungen von Hexen an Kreuzungen zu verhindern, gingen häufig junge Männer mit Peitschenknallen um die Häuser.

 

Die jungen Burschen nutzten die ruhige Nacht, um den Dorfbewohnern Streiche zu spielen. Sie versteckten Werkzeuge in Bäumen und Brunnen und halfen beim Wiederbeschaffen nur gegen Freibier.

 

Aber auch der 1. Mai hat Bräuche und Traditionen zu bieten. So steht das Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens im Mittelpunkt und wird durch das Aufstellen des Maibaums symbolisiert. Der Baum wird in der Walpurgisnacht gefällt und am 1. Mai vor dem Haus der Geliebten oder dem Dorfplatz aufgestellt.

Feste und Veranstaltungen zur Walpurgisnacht am 30. April im Harz

Impressionen in der Fußgängerzone in Wernigerode im Harz © IMG, Michael Bader

Bad Harzburg

Kinderwalpurgis mit Festumzug

Start um 15 Uhr am Bahnhofsvorplatz

www.harzburginfo.de

 

Braunlage

Großes Walpurgisspektakel

Start 18 Uhr am Kurparkteich

www.braunlage.de

 

Wernigerode

8. Schloß-Walpurgis & 8. Ritterfest auf dem Schloß Wernigerode vom 29.4.-1.5.

www.carnica-spectaculi.de

 

Hahnenklee

Walpurgismarkt, Kinderfestumzug, Live Musik, Hexen Feuer und Feuershow ab 13 Uhr

www.walpurgis-harz.de

 

Schierke

Mittelaltermarkt mit Feuershow zum Abschluss ab 11 Uhr

www.schierke-am-brocken.de