Sehenswertes in Dresden

Dresden, Theaterplatz © santosha57, Fotolia

Frauenkirche, Semperoper, Zwinger – das sind häufig die ersten Dinge, die uns zur Stadt an der Elbe einfallen. Dresden begeistert Besucher aus aller Welt mit seiner faszinierenden Architektur. Aus mehreren Epochen – insbesondere aus der Barockzeit – sind zahlreiche Bauwerke erhalten. Ein Wahrzeichen der Stadt ist sicherlich die Frauenkirche, die im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Mitte der 90er Jahre wurde sie getreu dem Entwurf aus dem 18. Jahrhundert wieder aufgebaut und zählt seit 2005 jährlich Millionen an Besuchern. Nicht minder beeindruckend ist das Dresdener Residenzschloss mit Elementen aus der Romanik bis hin zum Historismus. Ursprünglich erbaut für die sächsischen Kurfürsten und Könige vom 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts, ist es eines der ältesten Bauwerke der Stadt.

 

Absolutes Highlight: Dresdener Semperoper
Ein absolutes Muss bei einer Städtereise nach Dresden ist der Besuch der Semperoper! Alleine von außen ist dieses imposante Bauwerk mehr als ein Foto wert. Das Hauptportal und die Fassade zieren zahlreiche Statuen mit Motiven aus der griechischen Mythologie, aber auch von bedeutenden Dichtern wie Johann Wolfgang von Goethe und William Shakespeare. Im Inneren können Besucher einen 17 mal 12 Meter großen bemalten Schmuckvorhang mit diversen Figurenkompositionen aus der Geschichte bewundern. Rund 400 Kilogramm ist der Vorhang schwer.
Der Architekt Gottfried Semper stellte Mitte des 19. Jahrhunderts seinen ersten Entwurf dieses sächsischen Opernhauses vor. Nur kurze Zeit später wurde der Bau durch einen Brand völlig zerstört, jedoch schnell wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch dieser Bau zerstört, bei einem Luftangriff auf Dresden. Mitte der Siebziger Jahre wurde das Gebäude in seiner heutigen Gestalt und Ausmaßen wieder aufgebaut. Heute ist das Haus mit zahlreichen Konzerten sowie Opern- und Ballettaufführungen – zum Beispiel das Meisterwerk La Bohème von Puccini – eines der bestbesuchten in ganz Deutschland.

Auch diese higlights sollten sie sich nicht entgehen lassen

Dresden, Zwinger © Freesurf, Fotolia

Ebenfalls am Theaterplatz befindet sich ein weiteres Symbol der Stadt aus der Barockzeit: Der Zwinger. Er zeichnet sich durch seine Mischung aus verzierten Pavillons und Galerien sowie Gartenanlagen aus. Geplant wurde der Zwinger Anfang des 18. Jahrhunderts zunächst als Vorplatz für ein Schloss, das jedoch nie realisiert wurde. Aktuell befinden sich einige Museen darin, wie zum Beispiel in der angeschlossenen Sempergalerie das Museum der Alten Meister. Die Gartenanlagen werden heute für Kulturveranstaltungen aus Musik und Theater genutzt.

 

Kunst- und Kulturinteressierte kommen in Dresden ganz auf Ihre Kosten: Neben der Sächsischen Staatsoper sind in der Stadt mehrere Orchester und Chöre beheimatet. Kostbare Kunstschätze finden sich in den Gemäldegalerien: Mit Alten Meistern wie Rubens und Rembrandt, oder auch mit den Neuen Meistern, darunter Caspar David Friedrich und Otto Dix. Zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zählen des weiteren Museen wie der Mathematisch-Physikalische Salon oder auch das Grüne Gewölbe mit beeindruckenden Exponaten aus der Zeit der sächsischen Kurfürsten und Könige. Freunde der zeitgenössischen Kunst finden im Kunsthaus Dresden zahlreiche Exponate von internationalen und regionalen Künstlern.
Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer besonderer Museen zu entdecken: So das interaktive Erich-Kästner-Museum, das seine Geburtsstadt Dresden dem bekannten und beliebten Dichter und Schriftsteller widmet. Zu Ehren eines anderen bedeutenden Dichters Deutschlands wurde das kleinste Museum Dresdens eröffnet. Im sog. Schillerhäuschen erfahren Besucher mehr über die Werke Friedrich Schillers. Im Deutschen Hygiene-Museum, das zu den meist besuchten Museen der Elbstadt gehört, steht der Mensch, sein Körper und seine Gesundheit, im Mittelpunkt. Die Dauerausstellung setzt diese Themen in den gesellschaftlichen, historischen und kulturellen Kontext. Im Panometer Dresden, einem ehemaligen Gasometer, können Besucher ein überdimensionales Panoramabild der Stadtansicht Dresdens sehen. Daher gab ihm der Künstler Yadegar Asisi eben diesen Namen: Panometer.

 

Shoppen in der Elbmetropole
Erste Adresse für Shop-a-holics ist in Dresden die Prager Straße, an der sich die bekanntesten Läden befinden. Am Altmarkt befindet sich eines der größten Einkaufszentren der Stadt, die Altmarkt-Galerie. Hier und auch am Neumarkt finden sich kleinere Geschäfte mit individueller Note, die für jeden Geschmack etwas bieten.

Geschichte der Stadt Dresden

Dresden, Fürstenzug © LianeM, Fotolia

Die Anfänge der Stadt Dresden und ihrer Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück: So ist die Kreisgrabenanlage ein Relikt aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. Urkundlich erwähnt wurde die Besiedlung erstmalig im Jahr 1206. Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Stadt politisches und kulturelles Zentrum, als die sächsischen Kurfürsten und Könige sie zu ihrem Herrschaftssitz erkoren. Viele kulturelle Einrichtungen aus der damaligen Zeit sind noch heute von besonderer Bedeutung. In der frühen Neuzeit wurde die Elbstadt durch Krieg, Pest und Brände stark in Mitleidenschaft gezogen.
Nachdem im Ersten Weltkrieg keine immensen Schäden zu verzeichnen waren, entwickelte sich Dresden in der Weimarer Republik erneut zu einem der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren in Deutschland. Auch die Zeit des Nationalsozialismus hat seine Spuren hinterlassen: Fast die ganze jüdische Bevölkerung Dresdens wurde deportiert, bei den Bücherverbrennungen wurden Werke u.a. von Erich Kästner vernichtet. Ein Großteil der Stadt wurde durch die zahlreichen Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstört. Viele Bauwerke, insbesondere im historischen Stadtzentrum, wurden in der DDR rekonstruiert oder erneuert, wie beispielsweise die Semperoper am Theaterplatz. Daneben wurden viele Straßen und Gebäude im sozialistischen Stil errichtet. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Dresden wieder Hauptstadt des Landes Sachsens.

 

In den letzten Jahren erhielt Dresden verstärkt Aufmerksamkeit wegen des Baus der sog. Waldschlößchenbrücke. Sie verbindet die Stadt über die Elbe hinweg. Schon seit dem 90er Jahren in die Kritik geraten, konnte der Bau nach einem Bürgerentscheid im Jahr 2005 beginnen. Im August 2013 wurde die Brücke offiziell eröffnet. Da die Brücke das Gesamtbild des Elbtales um Dresden beeinflusse, verlor die Region den Titel „UNESCO Weltkulturerbe“.